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Leserbrief

Grundlagen

Ein Leserbrief wird in der Zeitung veröffentlicht und soll die Meinung der Leser beeinflussen, daher ist er

  • rhetorisch spannend formuliert
  • weckt das Interesse und Emotionen der Leser
  • präsentiert klar und ausschließlich die Sichtweise des Autors
  • ist lebendig und kritisch formuliert
  • ist sehr gut durchdacht (Aufbau → vorher gut durchplanen!).

Arten

Appellativer Leserbrief

Es werden Missstände angeprangert, Lösungen vorgeschlagen und ein Appell an die Leserschaft ausgesprochen.

Stellungnahme

In einer Stellungnahme wird direkt Bezug auf einen Artikel genommen und diesem zugestimmt, ergänzt oder kritisiert.

Aufbau

Einleitung

  • direkte Anrede der Leserschaft ("Sehr geehrtes Redaktionsteam! Sehr geehrter (Autor)!")
  • weckt das Interesse der Leser → regt zum Weiterlesen an
  • nimmt Bezug zum Ausgangstext ("Sehr aufmerksam habe ich Ihren am 10.10. veröffentlichten Artikel ... gelesen", "In Ihrem Artikel schreiben Sie, dass...")
  • führt zum Thema hin - warum ist es so wichtig? Warum ist die Situation so schwierig? - Stellungnahme zum Artikel ("Mir scheint Ihre Darstellung etwas übertrieben", "Endlich ist zu lesen, was ich immer schon gedacht habe", "Ich möchte mich Ihrer Meinung voll und ganz anschließen", "Überraschend ist für mich gewesen, dass")

Hauptteil

Der Hauptteil enthält die Argumentation, die die Meinung des Autors untermauert und ist sprachlich gefinkelt (Ironie, Rhetorische Figuren). Außerdem wird Bezug auf den Ausgangstext genommen. Es wird ausschließlich die Perspektive des Verfassers dargestellt. Ein Argument wird meistens mit einer Behauptung begonnen, die anschließend begründet und schlussendlich anhand eines Beispiels "bewiesen" wird. ("Der Autor schildert", "Im bericht wird ein Argument gebracht", "Im Interview schildert"/"Auch ich habe den Eindruck", "Ich finde es erfreulich/empörend, dass", "Ich sehe das überhaupt nicht so, wie")

Schluss

Hier wird die Kernaussage nochmal zusammengefasst und ein Lösungsvorschlag/Kompromiss/Appell/Hoffnung präsentiert. Zum Abschluss gibt man seinen Namen und Wohnort an und unterschreibt.