# Meinungsrede

## Grundlagen

Eine Meinungsrede ist die Druckform einer Rede, die man genauso vor einem Publikum halten könnte. Daher ist sie

- rhetorisch interessant gestaltet
- weckt Emotionen
- besitzt einen "roten Faden", der sich durch die Rede durchzieht
- ist lebendig formuliert (rhetorische Figuren).

Sie soll die Meinung des Publikums beeinflussen, also beinhaltet sie nur die Perspektive/Argumentation des Autors.

## Aufbau

### Einleitung

In der Einleitung wird an das Thema herangeführt und das Interesse der Leser*innen geweckt. Warum ist das Thema so wichtig?

Beginnen kann man entweder klassisch mit der Anrede des Publikums ("Sehr geehrte Damen und Herren", "Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler",... - je nach Publikum in der Angabe), oder aber man startet direkt durch (und führt die Zuhörer erstmal ans Thema heran) und spricht sein Publikum erst später an.

### Hauptteil

Der Hauptteil beinhaltet die Argumentation des Autors (das Publikum soll überzeugt werden). Meistens ist der Hauptteil wie folgt aufgebaut:

- Wiedergabe der Textbeilage (Bulletpoint 1)
- Eigene Punkte/Standpunkt zum Thema (Bulletpoint 2)
- Mögliche Lösungsvorschläge für das Problem (Bulletpoint 3)

Obwohl auch in der Einleitung gut, sind besonders hier rhetorische Figuren und die direkte Anrede des Publikums gefragt - es sollen Emotionen geweckt werden, das Publikum soll sehen, wie "schlimm" die Lage ist!

### Schluss

Im Schlussteil wird nochmal die Kernaussage der Rede zusammengefasst (ganz kurz) und das Publikum zum Handeln aufgerufen (&rarr; Appell). Es ist oft vorteilhaft, im Schlussteil positives zu schreiben ("denn nur gemeinsam können wir das schaffen", "wenn wir alle zusammenhelfen",...) - der Schlussteil soll zum Handeln motivieren, nicht pessimistisch auf die aktuelle Lage blicken.

Zum Abschluss bedankt man sich bei seinem Publikum ("Vielen Dank.", "Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.",...)